Stereo

Stereoanlage, Stereo hören, Stereodreieck, Stereo-Kamera, Stereofonie, Stereofotografie, Stereometrie, Stereochemie – es gibt viele Bereiche des heutigen Lebens, bei denen der Begriff „Stereo“ verwendet wird. Aber was genau ist „Stereo“? Der Begriff „Stereo“ kommt ursprünglich aus dem griechischen und bedeutet übersetzt „ein räumlich, ausgedehnter Klang“. Weitergehende Auslegungen des Begriffs finden sich in vielen anderen Bereichen des Lebens und definieren „Stereo“ als „räumlich“. So bezeichnet die Chemie mit der „Stereochemie“ die räumliche Anordnung der Atome im Molekül oder die Mathematik mit der „Stereometrie“ die Berechnung räumlicher Gebilde in der Geometrie.

Stereo ist ein Begriff aus der Musik- und Klangwelt

Aber tatsächlich wird vor allem in der Musik- und Klangwelt der Begriff „Stereo“ verwendet. Bei einer Musik- oder Tonproduktion werden alle Klangelemente auf separaten Spuren im Tonstudio aufgenommen und anschließend am Mischpult vom Tonmeister abgemischt. Was sich für den Hörer seit etwa der 1970er-Jahre denkbar einfach anhört, ist in der Musik- und Tonindustrie ein komplexes und teilweise sehr aufwendiges Herstellungsverfahren. So werden die erwähnten separaten Aufnahmespuren nicht nur in der Musiksparte, sondern auch in allen anderen Klangsparten verwendet. Bei einem Hörbuch beispielsweise werden sämtliche Akteure und Geräusche separat aufgenommen und im Tonstudio abgemischt. Es erfordert großes Können und ein absolutes Gehör, um dem Hörer den perfekten Hörgenuss zu bieten. Bei Online Games ist der Hörgenuss garantiert. Das hängt aber von den jeweiligen Gamer ab. Manche spielen mit Kopfhörern, manche mit Stereo Boxen und andere mit einer Dolby Surround 5.1 Anlage.

Stereo - Der Unterschied zwischen Stereohören und Stereosehen

Vergleichbar mit dem „Stereohören“ aus der Musik- und Klangwelt ist das „Stereosehen“ aus dem Bereich der Fotografie. Die Technik, sogenannte Stereoaufnahmen herzustellen, geht bis in die Anfänge der Fotografie zurück. Leider hat sich die Stereofotografie in der Fotowelt nicht oder nur bedingt etablieren können, aber es existiert nach wie vor eine treue Fangemeinde. Obwohl sich die Fotoindustrie stetig weiterentwickelt hat und heute die Digitalfotografie den Markt beherrscht, hat sich die Technik der Stereofotografie bis heute nicht geändert. Die Idee der Stereofotografie gründete sich aus der Tatsache heraus, dass das menschliche Gehirn mithilfe unserer Augen in der Lage ist, aus den beiden Netzhautbildern das gesehene Bild in einem Raum verschmelzen zu lassen – sprich räumlich zu sehen. Zwar hat die Fotoindustrie in den 1930er- und 1940er-Jahren sogenannte Stereokameras hergestellt, die sind aber nicht zwingend nötig, um ein Stereobild zu fotografieren. Wichtig ist nur, dass das Objekt von zwei seitlich versetzten Standorten mit einer parallelen Aufnahmeachse aufgenommen wird. Ferner müssen Brennweite, Belichtung oder Schärfeneinstellung beider Aufnahmen absolut identisch sein. Es bedarf viel Übung und Geduld, bis ein brauchbares 3-D-Bild entstanden ist, aber Dank der heutigen Digitaltechnik können Sie unzählige Versuche unternehmen und halten die Kosten in einem überschaubaren Rahmen. Versuchen Sie es, vielleicht werden Sie auch begeistert sein.