Mono

Mono ist das Kurzwort für "Monophonie" und beschreibt ein einkanaliges Tonaufnahme- oder Wiedergabeverfahren, welches allerdings nur noch eingeschränkt Gebrauch findet und von anderen Verfahren weitestgehend ersetzt wurde.
Die technischen Ansprüche bei einer Mono-Aufzeichnung sind relativ gering und verlangen lediglich ein Mikrofon mit einer einzelnen Mikrophonkapsel oder ein einkanaliges Signal sowie ein einspuriges Speichermedium. Auch zur Wiedergabe ist lediglich ein einziger Lautsprecher notwendig. Die in den Anfangsjahren benutzen Phonographen, Schellack- oder Vinylplatten und Tonbänder ließen vorerst auch gar keine andere (mehrkanalige) Technik zu. Und auch das Radio erklang nur monophon. Bis zur Entwicklung der Stereophonie in den 1950er Jahren war Mono der Standard bei der Aufzeichnung und Ausstrahlung von Tonmaterial. Da das menschliche Gehör allerdings mit zwei Ohren arbeitet und nur so räumliche Höreindrücke aufnehmen kann, liegt hier der große Schwachpunkt beim Mono-Verfahren: Es ist nur durch die zweikanalige Mikrophonierung und Wiedergabe von Aufzeichnungen möglich, Räumlichkeit festzuhalten oder zu erzeugen.

Mono und der Gebrauch

Nach einem kurzen Zeitraum der Koexistenz mit der Stereotechnik wurde die Monophonie auf Tonträgern sowie in Funk und Fernsehen im Laufe der 1960er Jahre weitestgehend ersetzt. Tonbänder konnten alsbald 4-spurige Aufnahmen erfassen und es wurde sogar an quadrophonen Techniken gearbeitet woraufhin die Musikindustrie auch eine Zeitlang entsprechende Schallplatten produzierte. Die Idee zur heute aktuellen Surround-Technik war also kaum jünger als die Verbreitung der Stereophonie. Eben weil der Mensch räumlich hört und viele akustische Eindrücke erst so wirklich "lebendig" erscheinen, ist der Begriff "Mono" bei Audioanwendungen in vielerlei Hinsicht verdrängt worden.
Besonders im Bereich Unterhaltung (also Film und Musik) sind die Stereophonie und andere Weiterentwicklung maßgebend und nicht mehr wegzudenken. Lediglich bei Produktionen mit Informationscharakter spielt die reine Monophonie noch eine wichtige Rolle: Sprachaufzeichnungen für Nachrichtensendungen oder Interviews beispielweise verlangen keine mehrkanalige Aufzeichnung und der Hörer / Zuschauer legt an dieser Stelle auch keinen Wert auf einen authentischen, räumlichen Höreindruck.

Mono - Die Mehrkanalproduktion basiert auf der Monophonie

Nicht vernachlässigen sollte man allerdings die Tatsache, dass Mehrkanalproduktionen streng genommen immer auf der Monophonie basieren, da grundlegend aus mehreren Mono-Aufzeichnungen bei einer gestaffelten Wiedergabe in der Breite ein Effekt der Räumlichkeit entsteht. Bei einer Studioproduktion für ein Musikalbum etwa werden viele Instrumente weiterhin nur einkanalig mikrophoniert und aufgenommen um später im sogenannten Stereopanorama der mehrkanaligen Mischung der Signale "platziert" zu werden. Monophonie ist also überall noch dort im Einsatz - selbst dann, wenn man im Urlaub oder auf Last Minute Reisen Musik hört -, wo eine mehrkanalige Technik überflüssig ist und somit nur Kosten und Aufwand ohne Nutzen verursachen würde, auch wenn durch die Digitalisierung und das Voranschreiten der Speichertechnik der ökonomische Gedanke beim Verzicht auf die Speicherung von mehrkanaligen Signalen mittlerweile zu vernachlässigen ist.